Die in Bad Hodonín genutzte natürliche Heilmitel ist eine Jod-Brom-Sole.
Es wird in Form von individuellen Bädern angewandt. Das Jodbromwasser diente den hiesigen Einwohner bereits vor zwei Jahrhunderten in der Volksheilkunde, heute werden seine günstigen Wirkungen vom professionellen medizinischen Team des Bades Hodonín genutzt.

Die vom tertiären Meer überfluteten Gebiete wurden zur Grundlage für das Entstehen der heutigen Bestände an Jodbrom-Mineralwasser. Die Umgebung von Hodonín ist Teil des Wiener Beckens und man fördert hier die Heilsole aus den sog. Elbsanden, also Sandsteinen aus einer Tiefe von 1960 bis 2040 Meter unter der Erdoberfläche, aus Tiefbohrungen. Die Temperatur der Sole in 1887 Meter Tiefe erreicht 69,7° C.
Jod wirkt auf das Bindegewebe der Blutgefäße und des Bewegungsapparats und wird daher zur Behandlung von Gefäßkrankheiten, neurologischen Erkrankungen, Störungen des Bewegungsapparats, gynäkologischen Beschwerden und Zuständen nach Verbrennungen genutzt. Es besitzt deutliche allgemeine entzündungshemmende und örtliche heilende Wirkungen.

Das natürliche Heilmittel von Bad Hodonín ist Jodbromwasser ~ Chloridnatrium-Hydrogenkarbonat-Sole mit einem Gehalt an Jodsalzen von 40 ~ 60 mg/l, das aus zwei Bohrlöchern gefördert wird (Josefov BVJ~1 Podluží, Josefov BVJ~2 Prušánka, das Bohrloch Josefov BVJ~3 Josefka ist eine Kontrollbohrung). Die Jodwasser lagern in durchlässigen Sandzwischenschichten im ausgedehnten geologisch bedeutenden Horizont der sog. Elbsande.
Die Vorkommen an Jodwasser in der weiteren Umgebung von Hodonín sind umfangreich. Das Jodwasser enthält hohe Mengen an heilenden Jod- und Bromsalzen bei einer verhältnismäßig geringen Mineralisierung und eignet sich daher ausgezeichnet zur balneologischen Nutzung.
Natürlich sehr stark mineralisiertes Jod-Chloridnatrium-Mineralwasser mit erhöhtem Anteil an Bromiden und Borsäure. Es handelt sich um hypertonisches halbwarmes Wasser. Jod ist bereits seit 1811 als chemisches Element bekannt. Es ist das wichtigste natürliche Halogen.
Das Jodwasser besitzt erhebliche pharmakologische Wirkungen und greift einschneidend in den gesamten Stoffwechsel ein. Es wird aus Tiefenbohrungen gefördert und dann mit einer speziellen Rohrleitung zum Heilbad geleitet. Für die Heilbäder verdünnt man es aufgrund des hohen Jodgehalts im Verhältnis 1:1 mit warmem Wasser auf eine Temperatur von 36°C ~ 38 °C und es dient dann zur Heilbehandlung des Bewegungsapparats, von Zuständen nach Unfällen und Operationen, neurologischen Erkrankungen und Kreislaufstörungen. Das Wesen der Aufbereitung des Mineralwassers mit Hypochlorit ist eine spontane Oxidation des Jodids zu elementarem Jod, dem hauptsächlichen Heilmittel mit wertvollen Sublimationseigenschaften.
| Chemische Analyse des Wasser | |
|---|---|
| Gesamtmineralisierung | 14,16 g |
| Anionen | 8,729 g Wasser |
| Chloride | 7674,0 mg/l 92.87 % äquiv. |
| Hydrogenkarbonat | 946,0 mg/l 6,65 % äquiv. |
| Bromide | 54,5 mg/l 0,29 % äquiv. |
| Jodide | 50.6 mg/l 0,17 % äquiv. |
| Kationen | 5,083 g |
| Natrium | 4840,0 mg/ 94,60 % äquiv. |
| Kalzium | 102,0 mg/l 2,29 % äquiv. |
| Magnesium | 41,3 mg/l 1,53 % äquiv. |
| Ammoniumionen | 24,0 mg/l 0,60 % äquiv. |
Die hiesige Sole zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Jod- und Bromsalz aus. Man vergleicht sie gern mit dem Wasser aus dem Toten Meer, das jedoch im Jodidgehalt von der Sole mehrfach übertroffen wird. Der Gehalt an sonstigen Mineralstoffen ist fast doppelt so hoch. Von Feuchleuten der Bäderheilkunde wird die Sole im Vergleich zu anderen europäischen Wassern zu den besten Jodbrom-Heilwassern in Europa gezählt.
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